BRAVENTIS GmbH

Daten-Check: Warum 51 % der Wiener Unternehmen auf Social Media Geld verbrennen

Neue Daten zeigen, wie viele Wiener Unternehmen Social Media ohne Strategie, Messbarkeit und Vertriebsfokus nutzen – und warum genau dort Budget und Wirkung verloren gehen.

Ein eigener Instagram-Account, eine Facebook-Seite und gelegentlich ein Beitrag auf LinkedIn – für die meisten Unternehmen in Wien und Umgebung gehört das mittlerweile zum Standard. Doch Präsenz allein bedeutet noch lange keinen Erfolg.

Wir bei der BRAVENTIS GmbH haben aktuelle Studien zur Social-Media-Nutzung österreichischer Unternehmen analysiert und einen branchenübergreifenden Durchschnittswert berechnet. Das Ergebnis ist alarmierend: Rund 51 % der Unternehmen, die Social Media nutzen, tun dies strukturell falsch.

Was bedeutet das konkret für den Wirtschaftsstandort Wien? Bei rund 120.000 aktiven Unternehmen in der Hauptstadt sind knapp 82.000 auf Social Media präsent [1]. Legt man unsere berechnete Fehlerquote zugrunde, bedeutet das: Über 41.000 Wiener Unternehmen investieren Zeit und Budget in Kanäle, die weder Kunden bringen noch das Markenimage stärken.

In diesem Beitrag schlüsseln wir auf, wie sich diese Fehlerquote zusammensetzt, und zeigen Ihnen, wie Sie als Unternehmen in Wien und Niederösterreich zu den erfolgreichen 49 % gehören.

Die 6 größten Fehler: So setzt sich die 51 %-Quote zusammen

Unsere Analyse basiert auf aktuellen Daten von Statistik Austria, der Wirtschaftskammer (WKO) sowie branchenspezifischen KMU-Studien. Die berechnete Durchschnitts-Fehlerquote von 51,3 % ergibt sich aus folgenden sechs strukturellen Versäumnissen:

Keine internen Richtlinien (66,7 % der Unternehmen)

Laut WKO-Daten haben zwei Drittel der Unternehmen, die Social Media nutzen, keinerlei Guidelines [2]. Wer darf was posten? Wie reagiert man auf Kritik? Ohne klare Regeln drohen Kommunikationspannen und ein inkonsistenter Markenauftritt.

Social Media als reine Werbefläche (ca. 60 % der Unternehmen)

Viele Betriebe nutzen Plattformen ausschließlich als digitales Flugblatt. Wer jedoch nur Angebote postet und keinen Mehrwert, etwa Tipps, Einblicke oder Orientierung, bietet, wird vom Algorithmus und den Nutzern ignoriert [3].